Digitale Abhängigkeit oder Digitale Auszeit?


Ja, wir sind abhängig!
Smartphones und andere elektronische Geräte haben unseren Alltag in den letzten Jahrzehnen nachweislich geprägt. Vieles ist dadurch einfacher geworden. Doch die Abhängigkeit von diesen Geräten ist ein wachsendes Problem in unserer modernen Gesellschaft.


Viele Menschen verbringen zunehmend mehr Zeit mit ihren Geräten, was zu negativen Auswirkungen für die mentale und physische Gesundheit führen kann. Die ständige Erreichbarkeit führt indirekt zu Stress und Anspannung. Ausserdem plagt uns das Gefühl der Angst etwas zu verpassen, wenn wir nicht immer wieder einmal aufs Handy schauen. Diese Angst wird oft noch durch soziale Medien verstärkt, wo Nutzer ständig über Aktivitäten und Ereignisse ihrer Freunde informiert werden. Auch das verursacht Druck, Unzufriedenheit und ständige Ablenkung. Die Abhängigkeit kann soziale Beziehungen beeinträchtigen und die Fähigkeit zur Konzentration und Achtsamkeit verringern. Sie kann Schlafstörungen auslösen und trägt zu einer verminderten Produktivität bei.
Wir sollten wieder lernen, auch ohne das Internet zu leben. Anstatt soziale Medien zu konsumieren und endlos zu scrollen, sollten wir wieder mal ein Buch lesen oder uns mit Freunden treffen. Wir sollten wieder mal über Fragen nachdenken lernen, ohne direkt Google oder ChatGPT zu fragen. Und wir sollten wieder einmal entspannt durchatmen und das Smartphone zuhause lassen, ohne uns über unsere «Abwesenheit» Gedanken zu machen.
Eine digitale Auszeit (engl. digital detox) bezeichnet den bewussten Verzicht auf digitale Geräte wie Smartphones, Computer und Tablets für einen bestimmten Zeitraum. Ziel ist es, die Abhängigkeit zu reduzieren und die mentale Gesundheit zu verbessern. Durch den Verzicht auf ständige Erreichbarkeit und Informationsflut können Stress und Schlafprobleme verringert werden. Ein Digital Detox fördert Achtsamkeit, verbessert die Konzentration und gibt uns die Möglichkeit, uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Es schafft Raum, um persönliche Prioritäten zu setzen zum Beispiel für Interaktionen und Hobbys. Indem wir regelmässig digitale Pausen einlegen, können wir eine gesündere Balance zwischen digitalem und realem Leben finden.
Wie ist euer Umgang mit den digitalen Geräten? Habt ihr schon regelmässige Offline-Zeiten eingeführt?